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Wikinger-Herbst-Spectaculum „Schlacht zu Hermsdorf“ – In diesem Jahr findet bereits zum 6. Male ein historisches Spectaculum auf dem Gelände des wunderschönen Schlosses Hermsdorf in Ottendorf-Okrilla statt. Und wie in den vergangenen Jahren geht die Zeitreise mehr als 1000 Jahre zurück – nämlich bis zu den Wikingern. Während des verlängerten Wochenendes (Montag ist „Tag der Republik“) zeigen mutige und verwegene Kämpfer, daß sie auch heute noch genau wie ihre Vorbilder mit Schwertern und Äxten umgehen können und so werden sie mehrmals am Tage mit viel Wucht und Getöse Schlachten austragen, die ihresgleichen suchen und bei denen es so richtig kracht! Ihr Lager schlagen die Wikinger erneut im Schloßpark auf. Dort kann man genau erleben, wie das Leben damals ablief und verschiedene uralte Handwerkstechniken und Kinderspiele kennenlernen. Natürlich kann man auch mit den verschiedenen Sippen ins Gespräch kommen – ein Besuch im großen Heerlager im Park lohnt sich also unbedingt! Alle Knappen und Burgfräuleins sollten unbedingt ihre Holzschwerter mitbringen, denn dann können sie – wie schon in den letzten Jahren – gegen die Wikinger kämpfen (und natürlich auch wieder gewinnen). Für sie gibt es außerdem erstmalig eine große Steinschleuder, die sie selbst laden und abschießen können. Neu ist außerdem das Kinder-Ritterturnier. Es gibt wieder Pony-Reiten, Mäuse-Roulette, Bogen- und Armbrustschießen, verschiedene Spiel- und Bastelstände und ein mittelelterliches Karussell, wo die Vatis „Motor“ spielen können. Die Besucher erleben natürlich wieder einen großen historischen Markt, der von vielen früher lebenswichtigen Handwerken lebt, die „Mittelalterverrückte“ mit viel Begeisterung zu neuem Leben erweckt haben und nun auch vorführen. Neu dazugekommen ist in diesem Jahr zum Beispiel eine Falknerei. Und Krämer und Marketender von allen vier Ecken der Erdenscheibe werden lautstark versuchen, ihre Waren an den Mann (oder die Frau) zu bringen. Damit auch das leibliche Wohl zu seinem Recht komme, haben mittelalterliche Tavernen genug aufgefahren, um sich den Wanst vollzuschlagen – von deftig bis süß, vom gesottener Sau bis zum Erdapfel. Und damit das niemand „trocken runterwürgen“ muß, gibt es natürlich wieder typische Gaumenkitzler wie Türkentrank, Klosterbräu und Met sowie „entschärfte“ Getränke für alle kleinen Besucher und die Kutscher. Wen aber danach der Magen zwickt weil er nicht maßhalten wollte, der sollte sich in der Leibkneterei durchwalken lassen. Auf daß die Zeit in den Tavernen kurzweilig sein möge, sorgen Musikanten und Gaukler vom Erlesensten für gar treffliche Unterhaltung. Der Gaukler „Theo von Jenun“ und der Narr „Laut´nHals“ werden ihr loses Mundwerk wetzen, die Spielleute „Wolgemut“ und „Ignis Fatuus“ sowie das Harfenweib „Schattenfee“ werden die Gäste mit lieblicher Musici ergötzen und das große Feuerspektakel von „Anima Flamea“ wird grenzenlose Bewunderung erregen. Damit der Marktfrieden gewahrt bleibe, werden der Marktvogt und seine Schloßwache „Militia Nigra“ bereits an der Pforte darauf achten, daß kein ehrloses Gesindel in die Mauern des Hermsdorfer Schlosses eindringen möge. Und wenn es geboten ist, werden volltrunkene Mannsbilder, die den Marktfrieden stören wollen, vor das Marktgericht geschleift und auf der Wasser-Guillotine grausam abgestraft. Doch auch das soll noch nicht des Spektakels genug sein: Es gibt wieder – außer zur Mittagszeit (auf daß keiner vor Schreck aus dem Bette falle) – stündlich das beliebte Kanonen-Böllern – und das gleich aus mehreren Rohren! Das Fest beginnt an alle drei Tagen zur „10ten Stund“ und endet mit einem Tavernenspiel mit allen beteiligten Künstlern – solange, wie das Volk bleiben will. Als Wegezoll erhoben werden gerade mal 7 Silberlinge fürs gemeine Volk, als Ermäßigt gelten ganze 4 Silberlinge. Knappen und Burgfräuleins unter Schwertlänge haben wie immer „Frey Geleyt“. So kommt zum Castellum zu Hermsdorf, wenn der Marktvogt Karl von Dräsn verkündiget:
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